Archiv für das Tag 'zentralabitur'

Nachdem eine Ungleichbehandlung bei der Verwendung von Lektüren bekannt
wurde, sieht das Schulministerium keinen Grund zu handeln. Die Schüler
könnten dadurch keinen Vorteil erlangen. Dies ist in den Augen von
Dilan Aytac aus dem Vorstand der LandesschülerInnenvertretung (LSV)
allerdings nur der Versuch, die ersten Pannen des diesjährigen
Zentralabiturs zu verharmlosen. “Es kann nicht wahr sein, dass man
unter unterschiedlichen Bedingungen eine Prüfung schreibt, die dem
landesweiten Vergleich dienen soll”, so die 18 jährige Schülerin, die
selbst eine Aufgabe wählte, bei der die Verwendung der Lektüre „Effi
Briest“ explizit erlaubt war.

Nach eigener Recherche hat der
Landesvorstand in Erfahrung gebracht, dass an ein paar Schulen die
Lektüren zu Beginn der Prüfung nicht erlaubt waren, andere Schüler die
Lektüren während der gesamten Prüfung nutzen konnten. Wieder andere
Schulen teilten die Lektüren zu Beginn der Prüfungszeit aus und
sammelten sie nach kurzer Zeit wieder ein. „Von einer Vergleichbarkeit
kann hier keine Rede sein“, so Johannes Struzek (19), ebenfalls aus dem
Landesvorstand. „Durch das Verwenden einer Lektüre kann man ganz anders
an die Prüfung herangehen. Während manche Schüler nur allgemeine
Aussagen über die Lektüren machen können, haben andere die Chance, viel
genauer auf Textstellen einzugehen oder gar zu zitieren.“ Deshalb
fordert die LSV sofortige Stellungnahme des Ministeriums und eindeutige
Anweisungen in den zukünftigen Prüfungen.  Es muss sichergestellt
werden, dass im Fach Deutsch durch eine nachträgliche Regelung die
Chancengleichheit wiederhergestellt wird.

Quelle: LandesschülerInnenvertretung NRW

aykan

Aktueller Pressespiegel

Hier ein kurzer Überblick darüber, was aktuell in der Politik im Bildungssektor diskutiert wird:

Zentralabitur NRW

Nachdem es einige Pannen, nicht nur im Mathe-Abitur, gegeben hat, schob die Schulministerien Barbara Sommer den LehrerInnen die Schuld zu, weil diese zwischen mehreren Abituraufgaben wählen konnten und demnach scheinbar erkennen hätten müssen, dass die Aufgaben ungeeignet waren. In der zentralen Mathe-Prüfung zum Beispiel war eine Aufgabe so gestellt, dass diese unlösbar war, was selbst ein Mathematik-Professor bestätigte. Deshalb durften insgesamt 1900
SchülerInnen
in ganz NRW diese Prüfung – freiwillig – wiederholen.

Bildungsbericht 2008

“Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Aber nachwievor haben HauptschülerInnen enorme Probleme eine Ausbildungsstelle zu finden. – Dies geht unter Anderem aus dem zweiten nationalen Bildungsbericht hervor. Dazu zwei Videobeiträge:

FOCUS-Schuldatenbank

Das Nachrichtenmagazin hat eine bundesweite Schuldatenbank veröffentlicht, die Eltern helfen soll die beste Schule für ihre Kinder auszuwählen. Die GEW glaubt, dass dadurch Ungerechtigkeit und Ungleichheit eher vergrößert wird.