Archiv für das Tag 'schule'

Gestern fand unsere 6. Bezirksvorstandssitzung (kurz: BeVoSi), in Herford statt. Dort haben wir einen Plan aufgestellt, wie wir die Aktion “Alarm für Bildung und Ausbildung” weiter organisieren:

  • Bis zum 20. Juni werden alle SVen besucht und die Aktion vorgestellt
  • Nachdem wir die Zustimmung der SVen haben, wird über die Sommerferien bei Sponsoren, Rednern, Behörden, usw. angefragt
  • Am 27. August (2 Wochen vor der Aktion) werden letzte Infos während einer BDK bekannt gegeben
  • Kurz danach wird die Öffentlichkeit / Presse informiert
  • Am 10. September findet dann schließlich unsere Aktion “Alarm für Bildung und Ausbildung” statt

Zudem haben wir einen groben Ablauf erstellt:

  • 11:30 Uhr alle Schülerinnen und Schüler verlassen den Unterricht und gehen zum Alten Markt
  • 12:00 Uhr beginnt die Veranstaltung (kurze Einleitung)
  • 12:05 Uhr Podiumsdiskussion über Ausbildungsplatzproblematik mit Unternehmern (”Die Schulabgänger sind nicht geeignet.”), SchulabgängerInnen (”Ich finde einfach keine Stelle.”), jmd. von der Arbeitsagentur (”Der Ausbildungsplatzmarkt entwickelt sich immer positiver.”), Frank Riedel (”Die Statistiken sind geschönt, in Wirklichkeit verbringen SchulabgängerInnen ihre Zeit in berufsbildenden Maßnahmen.”) und evtl. einem unabhängigen Experten (Professor)
  • 12:35 Uhr Rockband, mit Songs aus dem Schulalltag
  • 12:45 Uhr Berichte aus dem Schulalltag: LehrerInnen (”Es muss grundlegend etwas am Bildungssystem geändert werden.”), SchülerInnen aus verschiedenen Schulformen (HauptschülerIn “Wir sind nicht dumm.”), Gymnasium (G8 [= Abitur nach nur 12 statt 13 Jahren]) “Ich habe keine Zeit mehr für Hobbies”, usw.
  • 13:05 Uhr Rapper
  • 13:10 Uhr Zusammenfassende Rede mit allen Forderungen
  • 13:20 Uhr Tanzgruppe
  • 13:30 Uhr Ende

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir lieber weniger Programmpunkte aufnehmen, als dass wir dann später die SchülerInnen langweilen und diese sich dann von der Veranstaltung entfernen. In Kooperation mit Gentränkemärkten, wollen wir dort Getränke verkaufen, um einige Einnahmen zu erzielen. Ferner werden die BürgermeisterInnen und der Kreis Herford gefragt, ob diese nicht dauerhaft die BSV Herford, als Vertretung der rund 33. 0000 Schülerinnen und Schüler unterstützen möchten. Des Weiteren sollen “Vertrauensvolle” SchülerInnen Krachinstrumente (Pfeifen, Ratschen, usw.) erhalten, die in passenden Momenten diese einsetzen.

Die Integrierte Ganztagsgesamtschule (kurz: IGGS) ist ein Schulmodell der LandesschülerInnenvertretung NRW. Dabei sieht das Modell folgendermaßen aus:

Integrativ

In der integrativen Ganztagsgesamtschule lernen und leben behinderte, nicht behinderte, leistungsschwache, leistungsstarke und immigrierte SchülerInnen gemeinsam. So lernen sie unter anderem Rücksichtnahme und entwickeln soziale Kompetenzen, denn es ist durch mehrere Gewerkschaftsstudien erwiesen, dass heterogene Lerngruppen für ein soziales Miteinander und einen besseren Lernerfolg förderlich sind.

Zum anderen soll die Ausgrenzung von Minderheiten vermieden werden. Durch Respekt, Akzeptanz und Toleranz gegenüber Minderheiten ergibt sich die Möglichkeit für SchülerInnen, in einem harmonischen, vorurteilsfreien Miteinander zu leben. So erlernen die SchülerInnen, die Besonderheiten der Individuen als Bereicherung aufzufassen und Vorurteile zu hinterfragen und abzubauen.

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Foto: (c) S. Hofschlaeger / www.pixelio.de

Ganztag

Schule soll nicht mehr ausschließlich Lernraum, sondern auch Lebensraum sein. Arbeitsgemeinschaften, sportliche, kreative und musische Angebote sollen den Schulalltag bereichern. Es muss eine sinnvolle und abwechslungsreiche Verknüpfung von Lern- und Lebensphasen geben. Die SchülerInnen sollen außerdem einen gesunden Lebensstil vorgelebt bekommen und in diesem gefördert werden, so zum Beispiel durch ergonomisches Mobiliar, Sportangebote und gesundes Mittagsessen. Die Themen Gesundheit, Hygiene, Ernährung und Körperbewusstsein sollen auch Bestandteil von Unterricht und Projekten sein.

Gesamtschule

Wir fordern eine Schule für alle und somit die Auflösung des mehrgliedrigen Schulsystems. Durch die so entstandene heterogene SchülerInnenschaft können Schülerinnen und Schüler lernen, die Vielfalt als Bereicherung und Chance zu sehen. Maßstäbe hierfür sind individuelle Fähigkeiten, Interessen, Talente, Alter und soziale Herkunft. Außerdem lernen sie, mit- und voneinander zu lernen.