19.11.2008
LSV NRW: Pressemitteilung der LSV NRW zur Pisa-E-Studie 2008
LandesschülerInnenvertretung NRW: Kopfnoten, Turbo-Abi und zentrale Prüfungen sind der falsche Weg zur Chancengleichheit
Die Ergebnisse der Pisa-E-Studie, die heute von der Kultusministerkonferenz in Berlin veröffentlicht wurden, zeigen nur minimale Verbesserungen der Nordrhein-Westfälischen Schülerinnen und Schüler im Ländervergleich. Während sich Sachsen durch große Investitionen in Bildung deutlich verbessern konnte, erreichte NRW erneut nur Platz 14.
Foto: Winona Wilhelm / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz (by-nc)
Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW kritisiert, dass in NRW immer noch zu wenig Geld in Bildung investiert wird und macht die Landesregierung dafür verantwortlich.
„Die Landesregierung sollte sich die Ergebnisse zu Herzen nehmen und endlich zu grundlegenden Reformen übergehen“, so Magdalena Langel, Vorstandsmitglied der LSV NRW.
Die LSV NRW bemängelt ganz besonders die fehlende Chancengleichheit im deutschen Schulsystem, welche die Ergebnisse der Studie deutlich aufzeigt. In Deutschland erreichen circa 80 % der Kinder von Akademikereltern und lediglich knapp über 20 % der Kinder von Eltern mit niedrigeren Schulabschlüssen das Abitur, dabei sind vor allem die Bildungschancen für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund äußerst schlecht.
„Die Landesregierung muss endlich erkennen, dass Kopfnoten, Turbo-Abi in 12 Jahren und Zentrale Prüfungen der falsche Weg sind Bildung zu verbessern. Es ist an der Zeit sich endgültig vom dreigliedrigen Schulsystem zu verabschieden und anstelle dessen eine Schule für alle einzuführen“, fordert Catharina Claes, ebenfalls Mitglied des Landesvorstands der LSV NRW.
Gerade die Spitzenländer im internationalen Pisa-Vergleich, wie beispielsweise Finnland, beweisen, dass Gemeinschaftsschulen die Leistungen der SchülerInnen stärken und nicht, wie oftmals fälschlicherweise behauptet wird, verschlechtern.
Dies ist eine Pressemitteilung der LandesschülerInnenvertretung NRW.


