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G8
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Die Landesregierung hält an der Verkürzung der Zeit bis zum Abitur (G8) trotz Kritik weiter fest. Der Jugendminister Armit Laschet (CDU) sagte man werde dafür sorgen, dass es keine “übermäßigen Belastungen” durch zu viele Unterrichtsstunden geben werde. Dennoch werde es “keinen Qualitätsverlust” aufgrund der Kürzungen der Lehrpläne geben.

Laut Meinung der SPD Bildungsexpertin und der ehemaligen Schulministerin Ute Schäfer habe die Landesregierung “ihre Hausaufgaben nicht gemacht”.

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Deutschland, 07.03.2008 – Nach einer überwiegend kritisch geführten Diskussion in Deutschland über die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren in Deutschland (kurz „G8“) fassten die Kultusminister (BildungsministerInnen der Bundesländer) auf ihrer gestrigen Konferenz (KMK) in Berlin Beschlüsse zu „Möglichkeiten der Flexibilisierung beim Abitur nach zwölf Jahren“. Am Grundsatzbeschluss von 1997 zur Einführung eines achtjährigen gymnasialen Bildungsgangs nach dem Übergang von der Primarstufe zur gymnasialen Sekundarstufe I bis zum Abitur wird jedoch nicht gerüttelt.

An eine Reduzierung der Unterrichtsstunden ist nicht gedacht. Entsprechenden Forderungen begegnet die KMK mit dem Argument: „Eine Reduktion der Debatte auf formale Stundenumfänge löst nicht die Probleme von G8, sondern kann sie verstärken, da das Verhältnis von Inhalt und Zeit weiter verschärft würde.“ Stattdessen sollen auf Länderebene, die die Zuständigkeit für das Bildungswesen haben, die Lehrpläne angepasst werden, wobei insbesondere die Einbeziehung von Methodenlernen und Übungs- und Anwendungszeiten in die Stoffvermittlung im Rahmen der Entwicklung so genannter Kerncurricula gemeint ist. Außerdem sollen die Gymnasien durch die Zulassung flexiblerer Verteilung der Stunden über die Jahrgänge und variabler Prüfungsformen sowie Hausaufgabenhilfen unterstützt werden. Auch an eine Ausweitung des Ganztagsangebotes ist gedacht. Den Schulen soll auch ein größerer Spielraum „bei der Umsetzung besonderer pädagogischer Ansätze“ wie Projektunterricht gewährt werden. Die dafür vorgesehenen Stunden sollen auf die Pflichtstundenzahlen von „265 Wochenstunden im gymnasialen Bildungsgang von der Jahrgangsstufe 5 bis zum Abitur“ angerechnet werden können.

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Foto: (c) S. Hofschlaeger / www.pixelio.de

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Das achtjährige Turbo-Abitur (nach 12 statt 13 Jahren, auch kurz G8 genannt [Abitur nach 8 Jahren]) an Gymnasien stresst die Schülerinnen und Schüler. – Kein Wunder, wenn für denselben Stoff ein Jahr weniger zur Verfügung steht. Das Schulministerium hat nun auf Kritik seitens der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler reagiert und die Lehrpläne entschlackt.

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Foto: (c) Thommy Weiss / www.pixelio.de

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch soll dies bereits zum 1. August 2007 geschehen sein, in den Naturwissenschaften soll dies noch folgen. Zudem soll eine weitere Reduzierung der Lehrpläne geplant sein.

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