Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW überreichte den Landtagspräsidenten am Montag eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern für die Abschaffung der Kopfnoten auf den Schulzeugnissen.

Die Landesschülervertretung überreichte dem Landtag heute eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern für die Abschaffung der Kopfnoten auf den Schulzeugnissen. Am Freitag ist dazu eine große Schülerdemonstration angekündigt.

Nach dem Abi-Chaos hat die Landesregierung schon wieder Stress mit den Schülern. Diese reichten Anfang der Woche eine Petition gegen die Kopfnoten beim nordrhein-westfälischen Landesparlament ein. Am Donnerstag will der Landtag dazu über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen. Die Regierungsfraktionen bekundeten jedoch an den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten in der aktuellen Form keine Änderungen vorzunehmen. Deswegen ruft die LSV zu einer Großdemonstration an diesem Freitag in der Landeshauptstadt auf. Der Protestzug soll um 14:00 Uhr vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof beginnen und mit einer Kundgebung vor dem Landtag enden.

Johannes Struzek (18) aus dem Landesvorstand der LSV kritisiert vor allem die Sortierungsfunktion der sechs neuen Noten. “Einziger Zweck der Kopfnoten ist die Vorselektion für Unternehmen”, erklärt Struzek. Auch könne niemand sich und sein Verhalten “in einer Zahl von 1 bis 4 wieder finden”. Schülervertretung, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Landeselternkonferenz sehen in den Kopfnoten keine Verbesserung des Schülerverhaltens. Die Verbände beklagen den zusätzlichen Arbeitsaufwand und die Förderung von “Schleimerei”.

In der Praxis zeigten sich nach LSV-Angaben schon erste Probleme mit den Verhaltensnoten. Ein Vater aus Minden schreibt im Gästebuch der Kampagnen-Homepage (www.kopfnoten-abschaffen.de), “mein Sohn wurde an der weiterführenden Schule wegen einem Unbefriedigend in Kooperationsbereitschaft abgewiesen.” Dabei habe man nicht beachtet, dass der Junge an ADHS leide. Die Realschülerin Nina aus Köln erklärt dort, sie sei vermehrt bei Bewerbungsgesprächen für einen Ausbildungsplatz mit Hinweis auf ihre schlechten Kopfnoten abgewiesen worden. “Ich fühle mich gebrandmarkt”, meint die 16-Jährige.

Quelle: Bild und Text von bildungsklick.de

Pisa ist in aller Munde und hin und wieder hört man in den Nachrichten etwas über soziale Ungleichheit und wie stark unser Bildungssystem nach sozialer Herkunft selektiert, aber kaum jemand weiß, dass soziale Ungleichheit schon seit rund 60 besteht und immer noch nicht wirklich etwas dagegen getan worden ist. Weil wir vor kurzem über soziale Ungleichheit, insbesondere darüber, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, im Fach Sozialwissenschaften diskutiert haben, habe ich einen Vortrag mit Blick auf unser Bildungssystem gehalten.

Da dieses Wissen sicherlich nicht nur im Fach SoWi, sondern auch für die Arbeit der SchülerInnenvertretungen wichtig ist, möchte ich euch meinen Vortrag nicht vorenthalten:

Der Ausbildungspakt ist ein Erfolg? Für jede Bewerberin und jeden Bewerber wird ein Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt? Die Ausbildungslücke ist viel kleiner als häufig behauptet wird?

Es gibt Menschen, die diese Fragen mit “Nein!” beantworten können – hunderttausende Menschen: Die Jugendlichen, die Jahr für Jahr nicht die Möglichkeit bekommen, eine reguläre Ausbildung aufzunehmen.

Die Initiative “Ausbildung für alle” von DGB und Gewerkschaften will diesen Jugendlichen Gehör verschaffen und dem Ausbildungsplatzmangel ein Gesicht geben. Denn die persönlichen Schicksale von Betroffenen, die vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen, sind das beste Argument gegen die Behauptungen von Politik und Wirtschaft, am Ausbildungsmarkt gehe es aufwärts.

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Gestern fand unsere 6. Bezirksvorstandssitzung (kurz: BeVoSi), in Herford statt. Dort haben wir einen Plan aufgestellt, wie wir die Aktion “Alarm für Bildung und Ausbildung” weiter organisieren:

  • Bis zum 20. Juni werden alle SVen besucht und die Aktion vorgestellt
  • Nachdem wir die Zustimmung der SVen haben, wird über die Sommerferien bei Sponsoren, Rednern, Behörden, usw. angefragt
  • Am 27. August (2 Wochen vor der Aktion) werden letzte Infos während einer BDK bekannt gegeben
  • Kurz danach wird die Öffentlichkeit / Presse informiert
  • Am 10. September findet dann schließlich unsere Aktion “Alarm für Bildung und Ausbildung” statt

Zudem haben wir einen groben Ablauf erstellt:

  • 11:30 Uhr alle Schülerinnen und Schüler verlassen den Unterricht und gehen zum Alten Markt
  • 12:00 Uhr beginnt die Veranstaltung (kurze Einleitung)
  • 12:05 Uhr Podiumsdiskussion über Ausbildungsplatzproblematik mit Unternehmern (”Die Schulabgänger sind nicht geeignet.”), SchulabgängerInnen (”Ich finde einfach keine Stelle.”), jmd. von der Arbeitsagentur (”Der Ausbildungsplatzmarkt entwickelt sich immer positiver.”), Frank Riedel (”Die Statistiken sind geschönt, in Wirklichkeit verbringen SchulabgängerInnen ihre Zeit in berufsbildenden Maßnahmen.”) und evtl. einem unabhängigen Experten (Professor)
  • 12:35 Uhr Rockband, mit Songs aus dem Schulalltag
  • 12:45 Uhr Berichte aus dem Schulalltag: LehrerInnen (”Es muss grundlegend etwas am Bildungssystem geändert werden.”), SchülerInnen aus verschiedenen Schulformen (HauptschülerIn “Wir sind nicht dumm.”), Gymnasium (G8 [= Abitur nach nur 12 statt 13 Jahren]) “Ich habe keine Zeit mehr für Hobbies”, usw.
  • 13:05 Uhr Rapper
  • 13:10 Uhr Zusammenfassende Rede mit allen Forderungen
  • 13:20 Uhr Tanzgruppe
  • 13:30 Uhr Ende

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir lieber weniger Programmpunkte aufnehmen, als dass wir dann später die SchülerInnen langweilen und diese sich dann von der Veranstaltung entfernen. In Kooperation mit Gentränkemärkten, wollen wir dort Getränke verkaufen, um einige Einnahmen zu erzielen. Ferner werden die BürgermeisterInnen und der Kreis Herford gefragt, ob diese nicht dauerhaft die BSV Herford, als Vertretung der rund 33. 0000 Schülerinnen und Schüler unterstützen möchten. Des Weiteren sollen “Vertrauensvolle” SchülerInnen Krachinstrumente (Pfeifen, Ratschen, usw.) erhalten, die in passenden Momenten diese einsetzen.

Im Landtag forderte die Fraktion der SPD in einem Eilantrag die Rücknahme der Kopfnoten auf den Abgangs- und Abschlusszeugnissen. Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW begrüßte das Vorgehen der Opposition und macht mit weiteren Aktionen gegen die neuen Noten mobil.Logo

Die Regierungsfraktionen verweigerten sich in der Debatte am Mittwoch den Vorschlägen der Opposition, bei den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten „Schadensbegrenzung“ vorzunehmen, sowie die erhoffte Abschaffung der Kopfnoten auf Abschlusszeugnissen voranzutreiben. Dies löste bei den Schülerinnen und Schülern eine Mischung aus Frust und Protest aus. Den Ärger über die zusätzlichen Noten machte Horst Wenzel (19) aus dem Landesvorstand der SchülerInnenvertretung klar, “damit wird allen Jugendlichen, die sich den Lehrerinnen und Lehrern nicht untergeben, ein Leben lang ein hässlicher Stempel aufgedrückt”. Zudem zielten diese Bewertungen nicht auf eine Besserung des Arbeits- und Sozialverhaltens ab, sondern auf „die Sortierung von jungen Menschen“. „Denn nichts ist für einen Unternehmer einfacher, als Bewerbungen zunächst nach Kopfnoten zu sortieren – und schon wird die Auswahl einfacher“ , erklärte der Schülervertreter.

Am 28. Mai wird es im Landtag eine öffentliche Anhörung zu den Problemen mit den Kopfnoten geben, zu der auch die Schülervertreter eingeladen wurden. Diese planen nun, möglichst viele Schülerinnen und Schüler dorthin zu mobilisieren, um ihrem Protest Ausdruck zu verschaffen. Zudem ruft die LSV NRW zu einer zweiten, großen Demonstration gegen Kopfnoten am 20. Juni in Düsseldorf auf. Horst Wenzel zieht als Resümee „Der Widerstand zunimmt und die Gegner der Kopfnoten werden nicht locker lassen“.

Quelle: LSV NRW

Heute fand im Rathaus der Stadt Herford unsere 4. BDK im Schuljahr 2007/2008 statt. Dort haben wir gemeinsam unsere Aktion Alarm für Bildung und Ausbildung geplant. (Weitere Details Termine, etc. folgen). Die Aktion findet am 10. September von 11:30 Uhr bis 13:30 am Alten Markt in Herford statt.

Hier sind nun die Ergebnisse der Gruppenarbeiten (Wenn ihr möchtet, könnt ihr diese auch kommentieren):

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