Du erwartest ein schlechtes Zeugnis? Mitschülerinnen und Mitschüler ärgern und mobben dich? Du fühlst dich nicht verstanden? Und du weißt nicht wie du nun damit umgehen sollst? – Keine Sorge, es gibt Menschen die dir helfen können. Hier ist eine kleine Auflistung mit Anlaufstellen:
www.schuelernotruf.deHier kannst du völlig anonym einen “Notruf” absetzen und dich an Experten wenden, die dich bei allen möglichen Problemen kostenlos beraten können.
www.schulpsychologie.deManchmal sollte man richtige Experten fragen. Diese kannst du persönlich sprechen oder auch anonym per Email kontaktieren.
Nummer gegen Kummer (0800/ 111 0 333) Der Klassiker. Erreichbar von Montag bis Freitag von 15 Uhr bis 19 Uhr. Auch vom Handy aus kostenlos.
Zeugnis
Zeugnistelefon DetmoldAb Montag, dem 23. Juni, ist ein Ansprechpartner eine Woche lang unter der Telefon-Nummer 05231 – 977 305 oder per Email j.hanel@detmold.de erreichbar.
Mobbing
www.schueler-mobbing.deZentrale Seite mit einem Forum, in dem du anonym über deine Probleme sprechen kannst und weiteren Ansprechpartnern.
Natürlich kannst du auch uns kontaktieren (Email: info@bsv-herford.de). – Wir antworten garantiert .
Am Freitagmittag (20.6.08) starteten tausende Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW ihre Demonstration gegen die Kopfnoten. Zu dieser Demo rief die LandeschülerInnenvertretung NRW auf. Sie ziehen in einem Protestzug vom Düsseldorfer Hauptbahnhof vor den Landtag.
NRWs Schüler machen nochmal Druck. Ihre übrigen Aktionen blieben bislang erfolglos. Erst am Montag hatten sie zum Beispiel dem Landtag eine Liste mit zehntausend Unterschriften zur Abschaffung der Kopfnoten vorgelegt (Wir berichteten). Unterstützt werden sie bei ihrem Vorhaben von der Opposition. Doch die schwarz – gelbe Regierung hat erst gestern noch einmal klargestellt: die Kopfnoten bleiben.
In fünf Tagen werden also zehntausende Schüler in NRW auf den Zeugnissen nicht nur Noten für ihr Wissen finden, sondern auch für ihr soziales Verhalten, wie beispielsweise Zuverlässigkeit und Sorgfalt.
Die SchülerInnen fürchten, dass sie dadurch schlechtere Chancen bei Bewerbungen haben. Außerdem könne man das soziale Verhalten nicht in Noten von eins bis vier ausdrücken. (Quelle: 1LIVE)
Aktion Tagwerk ist eine bundesweite Kampagne die unter dem Slogan “Dein Tag für Afrika” steht. Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland werden aufgerufen, sich einen Tag im Jahr für Gleichaltrige in Afrika zu engagieren. Der Erlös dieser Kampagne kommt Bildungsprojekten für Kinder und Jugendliche in folgenden 5 Projektländern zugute: Angola, Burundi, Ruanda, Südafrika und im Sudan. (Quelle: Wikipedia) Dieses Jahr fand die Aktion am 17. Juni statt und insgesamt beteiligten sich195.000 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt kamen so rund 1,6 Millionen Euro für Projekte in Afrika zusammen.
Ein interessanter Beitrag über das Ansehen der Hauptschule in der Gesellschaft und dessen Zukunft.
“Die Fünftklässler der Hauptschule Ganderkesee haben einen ganz besonderen Namen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Es sind nämlich nur acht Schüler, ein Mädchen und sieben Jungs.” (Quelle: Panorama)
Hier ein kurzer Überblick darüber, was aktuell in der Politik im Bildungssektor diskutiert wird:
Zentralabitur NRW
Nachdem es einige Pannen, nicht nur im Mathe-Abitur, gegeben hat, schob die Schulministerien Barbara Sommer den LehrerInnen die Schuld zu, weil diese zwischen mehreren Abituraufgaben wählen konnten und demnach scheinbar erkennen hätten müssen, dass die Aufgaben ungeeignet waren. In der zentralen Mathe-Prüfung zum Beispiel war eine Aufgabe so gestellt, dass diese unlösbar war, was selbst ein Mathematik-Professor bestätigte. Deshalb durften insgesamt 1900
SchülerInnen in ganz NRW diese Prüfung – freiwillig – wiederholen.
“Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Aber nachwievor haben HauptschülerInnen enorme Probleme eine Ausbildungsstelle zu finden. – Dies geht unter Anderem aus dem zweiten nationalen Bildungsbericht hervor. Dazu zwei Videobeiträge:
FOCUS-Schuldatenbank
Das Nachrichtenmagazin hat eine bundesweite Schuldatenbank veröffentlicht, die Eltern helfen soll die beste Schule für ihre Kinder auszuwählen. Die GEW glaubt, dass dadurch Ungerechtigkeit und Ungleichheit eher vergrößert wird.
Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW überreichte den Landtagspräsidenten am Montag eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern für die Abschaffung der Kopfnoten auf den Schulzeugnissen.
Die Landesschülervertretung überreichte dem Landtag heute eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern für die Abschaffung der Kopfnoten auf den Schulzeugnissen. Am Freitag ist dazu eine große Schülerdemonstration angekündigt.
Nach dem Abi-Chaos hat die Landesregierung schon wieder Stress mit den Schülern. Diese reichten Anfang der Woche eine Petition gegen die Kopfnoten beim nordrhein-westfälischen Landesparlament ein. Am Donnerstag will der Landtag dazu über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen. Die Regierungsfraktionen bekundeten jedoch an den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten in der aktuellen Form keine Änderungen vorzunehmen. Deswegen ruft die LSV zu einer Großdemonstration an diesem Freitag in der Landeshauptstadt auf. Der Protestzug soll um 14:00 Uhr vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof beginnen und mit einer Kundgebung vor dem Landtag enden.
Johannes Struzek (18) aus dem Landesvorstand der LSV kritisiert vor allem die Sortierungsfunktion der sechs neuen Noten. “Einziger Zweck der Kopfnoten ist die Vorselektion für Unternehmen”, erklärt Struzek. Auch könne niemand sich und sein Verhalten “in einer Zahl von 1 bis 4 wieder finden”. Schülervertretung, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Landeselternkonferenz sehen in den Kopfnoten keine Verbesserung des Schülerverhaltens. Die Verbände beklagen den zusätzlichen Arbeitsaufwand und die Förderung von “Schleimerei”.
In der Praxis zeigten sich nach LSV-Angaben schon erste Probleme mit den Verhaltensnoten. Ein Vater aus Minden schreibt im Gästebuch der Kampagnen-Homepage (www.kopfnoten-abschaffen.de), “mein Sohn wurde an der weiterführenden Schule wegen einem Unbefriedigend in Kooperationsbereitschaft abgewiesen.” Dabei habe man nicht beachtet, dass der Junge an ADHS leide. Die Realschülerin Nina aus Köln erklärt dort, sie sei vermehrt bei Bewerbungsgesprächen für einen Ausbildungsplatz mit Hinweis auf ihre schlechten Kopfnoten abgewiesen worden. “Ich fühle mich gebrandmarkt”, meint die 16-Jährige.