Im Landtag forderte die Fraktion der SPD in einem Eilantrag die Rücknahme der Kopfnoten auf den Abgangs- und Abschlusszeugnissen. Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW begrüßte das Vorgehen der Opposition und macht mit weiteren Aktionen gegen die neuen Noten mobil.Logo

Die Regierungsfraktionen verweigerten sich in der Debatte am Mittwoch den Vorschlägen der Opposition, bei den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten „Schadensbegrenzung“ vorzunehmen, sowie die erhoffte Abschaffung der Kopfnoten auf Abschlusszeugnissen voranzutreiben. Dies löste bei den Schülerinnen und Schülern eine Mischung aus Frust und Protest aus. Den Ärger über die zusätzlichen Noten machte Horst Wenzel (19) aus dem Landesvorstand der SchülerInnenvertretung klar, “damit wird allen Jugendlichen, die sich den Lehrerinnen und Lehrern nicht untergeben, ein Leben lang ein hässlicher Stempel aufgedrückt”. Zudem zielten diese Bewertungen nicht auf eine Besserung des Arbeits- und Sozialverhaltens ab, sondern auf „die Sortierung von jungen Menschen“. „Denn nichts ist für einen Unternehmer einfacher, als Bewerbungen zunächst nach Kopfnoten zu sortieren – und schon wird die Auswahl einfacher“ , erklärte der Schülervertreter.

Am 28. Mai wird es im Landtag eine öffentliche Anhörung zu den Problemen mit den Kopfnoten geben, zu der auch die Schülervertreter eingeladen wurden. Diese planen nun, möglichst viele Schülerinnen und Schüler dorthin zu mobilisieren, um ihrem Protest Ausdruck zu verschaffen. Zudem ruft die LSV NRW zu einer zweiten, großen Demonstration gegen Kopfnoten am 20. Juni in Düsseldorf auf. Horst Wenzel zieht als Resümee „Der Widerstand zunimmt und die Gegner der Kopfnoten werden nicht locker lassen“.

Quelle: LSV NRW

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