Im aktuellen Spiesser Magazin steht ein interessanter Artikel über HauptschülerInnen. Das besondere ist allerdings, dass nicht andere über Perspektiven und Zukunftschancen der HauptschülerInnen schreiben, sondern diese selbst von ihren Erfahrungen, Plänen und Umgang mit Vorurteilen berichten.

“Viele denken, Hauptschüler wären gewalttätig und schlecht erzogen. Wirklich schlimm sind aber nur die wenigsten. Ich bin ein ganz normaler Jugendlicher, wie jeder Gymnasiast auch, nur habe ich eben kaum Bock zu lernen.” (Marvin, 16)

Besonders spannend finde ich das, was Tonny (16) sagt. Denn er besucht die Rütli-Schule, die vor kurzem bundesweit Bekanntheit erlangte, nachdem die verzweifelten LehrerInnen einen offenen Brief schrieben, weil sie der Gewalt durch Schüler nicht mehr standhalten könnten. Er räumt mit Vorurteilen auf und erzählt, was wirklich vorgefallen ist:

“Einigen Schülern wurden Zigaretten oder sogar Geld angeboten, damit sie falsche Dinge sagen. Da sind dann ein paar von uns ausgerastet und es flogen Steine gegen den Gitterzaun, hinter dem die Journalisten standen. In den Zeitungen stand dann, wie gewalttätig wir sind. In Deutschland waren wir nur noch die Horrorschule.” (Tonny, 16)

Wer den ganzen Artikel lesen möchte kann in der aktuellen Ausgabe, die an vielen Schulen und Jugendzentren ausgelegt wird, nachschauen. Oder lest ihn online.

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